Erweiterungsinvestitionen

Erweiterungsinvestitionen dienen zur Erweiterung eines Unternehmens\r\n\r\nErweiterungsinvestitionen von UnternehmenIm Rahmen betrieblicher Investitionen lassen sich alle Investitionen nach ihrer Art und dem Zeitraum unterscheiden. Hinsichtlich der Art der Investition unterscheidet man zwischen Erweiterungsinvestitionen und Ersatzinvestitionen beziehungsweise Reinvestitionen. Die Gesamtheit beider Investitionsarten bezeichnet man als Bruttoinvestition. Erstere werden hierbei als jene Investitionen bezeichnet, die dem Ausbau des vorhandenen Kapitals, also der Erweiterung der betrieblichen Kapazitäten dienen und damit nicht bereits vorhandenes Inventar oder anstehende Abschreibungen ersetzen, was wiederum durch die Ersatzinvestitionen erzielt wird. Der Begriff Erweiterungsinvestition wird darüber hinaus auch synonym für den Term Nettoinvestition verwendet.\r\n\r\nHinsichtlich des Zeitraums lassen sich Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen weitergehend darin unterscheiden, ob diese zum Gründungszeitpunkt des Unternehmens herangezogen werden oder aber in der darauf folgenden Zeit. Erstere werden dementsprechend als Gründungsinvestitionen bezeichnet, letztere als Folgeinvestition. Hierbei ist ersichtlich, dass Nettoinvestitionen zumeist auch als Folgeinvestitionen bezeichnet werden können.\r\n\r\nEs sei hierzu angemerkt, dass die Abgrenzung zwischen den zwei Investitionsarten in einigen Fällen nicht eindeutig ist. So kann eine abgeschriebene, nicht länger verwendungsfähige Kapitalanlage gegen eine neue ersetzt werden, wobei die Produktionskapazität der neuen Anlage die der alten übersteigt. In solch einem Fall würde die neue Kapitalanlage nicht nur als Ersatzinvestition dienen, sondern auch als Erweiterungsinvestition.\r\n\r\nIn einem weiteren Schritt können beide Investitionsarten auch als Rationalisierungsinvestitionen bezeichnet werden, wenn aufgrund der getätigten Investition der Output des Unternehmens erhöht wird, während der aufzuwendende Input verringert werden kann. So können Ersatzinvestitionen oder Nettoinvestitionen zum Beispiel einen Rationalisierungseffekt hervorbringen, indem die neu beschafften Anlagen zum Beispiel einen verringerten Einsatz des Produktionsfaktors Arbeit erfordern. Dies könnte unter anderem eintreten, wenn die neu eingesetzte Kapitalanlage, beispielsweise eine Produktionsmaschine, einen höheren Automatisierungsgrad aufweist als das zuvor genutzte Modell. Rationalisierungsinvestitionen verhelfen Unternehmen somit zu einer gesteigerten Produktivität.\r\n\r\nErweiterungsinvestitionen werden unter anderem dann getätigt, wenn das Unternehmen neue internationale Absatzmärkte erfassen will, eine neue Produktnische entdeckt hat oder das vorhandene Produktportfolio weiter diversifizieren will. Außerdem kann eine Nettoinvestition auch darauf abzielen, sinkende Preise zu erzielen, um sich am Markt mittel- bis langfristig als Kostenführer etablieren zu können oder mit dem aktuellen Kostenführer stärker zu konkurrieren.\r\n\r\nNettoinvestitionen sind damit unabdingbar für den zukünftig steigenden wirtschaftlichen Erfolg und dem damit einhergehenden Unternehmenswachstum. Zwar wird versucht, mithilfe der erweiterten Kapitalanlage auch eine erhöhte Ausbringungsmenge des Betriebs zu generieren. Allerdings verschafft die Erweiterung im Betrieb keine Garantie für einen erhöhten Output und folglich auch keine Garantie für einen gesteigerten Unternehmensgewinn. Erweiterungsinvestitionen schaffen vor allem zunächst Kosten für das Unternehmen, welche mit der nötigen Mindestauslastung der neuen Anlage erst einmal gedeckt werden müssen. Darüber hinaus sollte das Unternehmen mit der erweiterten Anlage einen Output und somit einen Umsatz generieren, der die Kosten dieser Anlage übersteigt. Nur in diesem Fall erscheint die Anlage effektiv und das Unternehmen kann eine positive Rendite auf das erweiterte eingesetzte Kapital ausweisen. In diesem Kontext sei zu bedenken, dass die Nettoinvestitionen des Unternehmens nur dann einen Beitrag zum unternehmerischen Gesamtgewinn schaffen können, wenn die Kosten aller übrigen Betriebseinheiten nicht die Umsätze der gleichen übersteigen und auch nicht zusätzlich den Gewinn der erweiterten Einheit egalisieren.\r\n\r\nWeil Investitionen zur Erweiterung des Kapitals im Regelfall auch zu einer erhöhten Ausbringungsmenge führen sollten, dienen diese Investitionen wie beschrieben auch dem zukünftigen Unternehmenswachstum, weshalb sie zum Zwecke von Unternehmensbewertungen einen hohen Stellenwert besitzen. Geplante oder getätigte Nettoinvestitionen müssen demnach eine höhere Rendite, das heißt einen höheren internen Zins, erwirtschaften als der summierte Zins aus Fremdkapital- und Eigenkapitalkosten. In dieser Konstellation ist es möglich, dem Unternehmen einen steigenden Unternehmenswert zu prognostizieren. Damit leisten Nettoinvestitionen einen wichtigen Beitrag für die Erfassung eines Kaufpreises bei Unternehmensübernahmen und Akquisitionen (auch „Mergers and Acquisitions“ genannt) sowie zur Ermittlung eines Aktienpreises oder einer Aktienpreisspanne, wenn ein erster Aktienverkauf an der Börse beabsichtigt wird (sogenanntes „Going Public“ Verfahren).\r\n\r\nBeispiele für Erweiterungsinvestitionen können unter anderem sein: Die verbesserte Qualität oder erhöhte Quantität von Produktionsmaschinen, eine Übernahme von Wettbewerbern, die Diversifikation der angebotenen Produktreihe oder der Zukauf weiterer Produktionsanlagen an neuen Standorten. Abschließend sei festzuhalten, dass neu getätigte Investitionen zur Erweiterung des Unternehmens nicht automatisch auch neue Anlagen sind. Selbst eine bereits gebrauchte Kapitalanlage mit einer bestimmten Lebensdauer kann noch als Nettoinvestition eingestuft werden, solang diese in der Lage ist, die Kapazität des Unternehmens auszubauen.\r\n\r\nZusammenfassend lässt sich festhalten, dass Erweiterungsinvestitionen primär der Erhöhung des Outputs dienen und damit einen entschiedenen Beitrag für die unternehmerischen Wachstumsaussichten leisten. Mithilfe einer optimalen Kapazitätsauslastung kann dadurch der Unternehmenswert gesteigert werden und das Unternehmen zukünftig konkurrenzfähiger aufgestellt sein.

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