Finanzierung von Rohstoffen

Kredite für RohstoffeEin Unternehmen im Aufschwung versucht normalerweise, seine liquiden Mittel möglichst gewinnbringend zu investieren und verfügt folglich über wenig Bares. Unternehmen, die hohes Barvermögen halten, wird fehlende Risikobereitschaft nachgesagt. Aber gerade jene Unternehmen, die dem Leitsatz folgten „Spare in der Zeit, so hast du in der Not“, standen in der Wirtschaftskrise besser da als andere. Unterschiedliche Situationen mögen nach unterschiedlichen Maßnahmen verlangen, aber grundsätzlich gilt: Nur bei einer ausgeglichenen Verteilung von Liquidität, Wachstum und Rentabilität kann das Erfolgspotenzial maximal ausgenutzt werden.\r\n

Wie Liquidität schaffen? Wie lässt sich die Finanzierung von Rohstoffen langfristig absichern?

\r\nBefindet sich ein Unternehmen in einer Liquiditätskrise, müssen schnelle Lösungen gefunden werden, ansonsten droht Zahlungsunfähigkeit.\r\n\r\nDer erste Gedanke für die kurzfristige Finanzierung von Rohstoffen könnte sein, einen Bankkredit zu beantragen. Aber welche Kreditbedingungen warten auf ein Unternehmen, das nach dem letzten Strohhalm greift? Durch die neuen Eigenkapitalvorschriften von Basel II und Basel III sind die Banken verpflichtet, die vergebenen Kredite je nach Rating des Unternehmens mit Eigenkapital zu unterlegen, wobei das Rating eines unterfinanzierten Unternehmens wesentlich schlechter ist als jenes eines gut finanzierten. Der Eigenkapitalanteil ist dabei ein ausschlaggebender Faktor. Auch der Risikoaufschlag auf den Zinssatz ergibt sich aus dieser Bewertung. Vereinfacht gesagt: Wer seiner Bank eine vorbildliche Bilanz vorweist, kann auf einen Kredit hoffen. Für alle anderen wird es schwierig und auf jeden Fall teuer.\r\n\r\nMuss ein Unternehmen, dessen Lager voll sind und in dessen betriebseigenen Räumlichkeiten moderne Produktionsanlagen stehen, zahlungsunfähig werden, weil es seine Bestände nicht sofort absetzen und die Bank kein Geld gibt? In stressigen Situationen wird gerne übersehen, dass es neben den externen Finanzierungsmöglichkeiten auch interne Finanzierungsquellen gibt, um Liquidität zu schaffen. Zudem haben Studien ergeben (Roland Berger Strategy Consultants), dass die interne Finanzierung wirksamer ist als eine externe.\r\n\r\nMöglichkeiten der internen Finanzierung von Rohstoffen\r\n\r\nEs gibt zwei Möglichkeiten, die Liquidität intern zu verbessern.\r\n

1. Optimierung des Working Capital

\r\nMit Working Capital wird die Differenz zwischen Umlaufvermögen (Vorräte, Forderungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte und liquide Mittel) und den kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens bezeichnet. Die Höhe des Working Capitals zeigt, wie viel Kapital für Beschaffung, Produktion und Absatz gebunden ist.\r\n\r\nFür eine Optimierung des Working Capitals gilt grundsätzlich folgende Regel: Auszahlungen möglichst lange einbehalten und Gelder so kurz wie möglich im Umlaufvermögen binden. Der „Cash-to-Cash Cycle“, die Zeitspanne zwischen Bezahlung von Lieferanten für Lieferungen und dem Eingang der Zahlungen von Kunden, sollte gestrafft und somit intern Liquidität für Wachstum geschaffen werden.\r\n\r\nDer Grundsatz zur Lagerhaltung lautet: Gut organisierte Unternehmen weisen geringere Lagerwerte auf als schlecht organisierte. Das bedeutet, dass bei optimaler Lagerwirtschaft kaum „Ladenhocker“ vorzufinden sind, dass es kaum zu Engpässen bei den Rohstoffen kommt und die Produktion durch diese Art der Lagerhaltung optimal unterstützt wird. Je besser die Lagerbestände mengenmäßig an die Bedürfnisse von Produktion und Verkauf angepasst sind, desto weniger Lagerkosten fallen für unnötig hohe Bestände an. Ob sich günstige Einkaufskonditionen, gekoppelt an größere Bestellmengen und Produkte mit kurzem Lebenszyklus, wie z.B. Modeartikel, auszahlen, ist deshalb gegen die dadurch entstehenden Lagerkosten abzuwägen. Bereits „veraltete“ Waren sollten mittels Sonderverkäufen abgebaut werden, um Platz für neue zu schaffen, auch wenn dies die Rentabilität kurzfristig negativ beeinflusst.\r\n\r\nBei Kundenforderungen gilt: Gute Kunden sind pünktliche Zahler. Um sich möglichst gegen verspätete Zahlungen und vor Zahlungsausfällen zu schützen, werden Kunden, die kein großes Vertrauen genießen, häufig bereits vor dem Fälligkeitstermin darauf hingewiesen, dass die Rechnung bald zu begleichen ist oder sie werden nur gegen Vorauszahlung beliefert. Kundenforderungen bieten ein hohes Liquidierungspotenzial, das aber gerade in schwierigen Zeiten schwer zu realisieren ist. Zu beachten ist deshalb, lange Zahlungsziele von Kunden zu vermeiden, Rechnungen möglichst schnell und fehlerfrei auszustellen und das alles durch ein effizientes und effektives Mahnwesen zu unterstützen. Auf diese Weise hat man seine Forderungen unter Kontrolle und kann bei Verzögerungen sofort reagieren. Sonderkonditionen (Skonti) können die Zahlung beschleunigen, und Sicherheiten, wie etwa Eigentumsvorbehalt, schützen das Unternehmen zusätzlich vor uneinbringlichen Forderungen. An- und Teilzahlungen vor Geschäftsabschluss bei größeren und langfristigen Forderungen verringern das Risiko des gesamten Zahlungsausfalls. Bei wiederholt säumigen Kunden sollte man sich allerdings fragen, ob es für das Unternehmen nicht besser und v.a. rentabler wäre, auf diese zu verzichten.\r\n

2. Anlagevermögen

\r\nEine weitere Möglichkeit der internen Finanzierung stellt eine Freisetzung des langfristig gebundenen Kapitals dar.\r\n\r\nVerschlankungen im Anlagevermögen sind insofern unangenehm, als dass sich das Unternehmen nicht nur von Sachanlagen trennt, sondern auch von Bequemlichkeiten wie einem eigenen Dienstwagen, einem individuellen Büro, zu großen Lagerflächen usw. Dazu kommt, dass die Ressourcen geplanter eingesetzt, maximal ausgelastet und optimal verteilt werden müssen. Dies bedeutet: die Effizienz wird erhöht.\r\n\r\nEntscheidend dafür, ob eine Liquidierung des Anlagevermögens sinnvoll ist, ist die Tatsache, ob die Anlage, das Grundstück, das Patent, die Lizenz oder die Rechte ausreichend genutzt werden und somit Liquidität erzeugt. Immer dann, wenn der Verkauf der Vermögensgegenstände kurzfristig mehr Liquidität bringt, da sie zu wenig genutzt werden oder nicht ausreichend zur Wertschöpfung beitragen, ist ein Verkauf anzuraten.\r\n\r\nUm kurzfristig Liquidität zu erzeugen, kann ein Rückmietverkauf (Sale-and-lease-back) hilfreich sein. Hierbei wird eine Sachanlage verkauft und anschließend wieder zurückgemietet. Weitere Möglichkeiten sind das Factoring, Leasing, ein Gesellschafterdarlehen, stille Beteiligungen oder der flexible Zukauf von Kapazitäten, um Fixkosten zu reduzieren und den Liquiditätsabfluss zu dämmen.\r\n\r\nManche dieser Maßnahmen sichern aber nur vorübergehend die Zahlungsfähigkeit und stehen in Konflikt mit der langfristigen Kostenreduktion, da bspw. der Zukauf von Kapazitäten langfristig teurer ist als die Investition in eine neue Maschine. Es ist daher von Fall zu Fall zu prüfen, welche Vorgangsweise gerade sinnvoll ist. Auch hier gilt: besser etwas höhere variable Kosten als Strukturkosten, die langfristige Auswirkungen haben.\r\n\r\nFazit – Die Liquidität kann nur durch optimale Planung und Nutzung der Ressourcen nachhaltig gesichert werden. Ziel dieser Planung ist die Balance von Liquidität, Wachstum und Rentabilität für maximalen Unternehmenserfolg um dadurch die Finanzierung benötigter Rohstoffe jederzeit gewährleisten zu können.

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